| Verbraucher sollen private Videokonferenzen abhalten |
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Sueddeutsche.de / Samstag, 10. Januar 2009 Der Netzausrüster Cisco will von der zunehmenden Verbreitung von Filmen im Internet profitieren - sowohl bei Anwendungen in Firmen als auch zuhause. Das hat Konzernchef John Chambers auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas klar gemacht. Dazu soll unter anderem das Videokonferenzsystem Telepresence von Cisco auch an Haushalte verkauft werden. "Telepresence wird allgegenwärtig", sagte Europachef Chris Dedicoat der Süddeutschen Zeitung. Schon 2009 soll das System für das heimische Wohnzimmer auf den Markt kommen. Voraussetzung sind schnelle Internetanschlüsse, natürlich am besten mit Cisco-Technik. So will der Netzausrüster die Wirtschaftsflaute besser überstehen. Von Cisco 3.0 spricht Chambers, wenn er skizziert, wie der Konzern den Abschwung meistern will. Die Zahl spielt auf das Vorgehen an, Software mit Versionsnummern zu kennzeichnen. Cisco in der Version 1.0, das war laut Chambers Ende der neunziger Jahre. Der Ausrüster von Computer- und Telefonnetzen hatte da enorm vom Wirtschaftsboom der Dotcom-Blase profitiert. Zu den Hochzeiten - im März 2000 - kostete die Cisco-Aktie 80 Dollar, nur um ein halbes Jahr danach auf unter 10 Dollar zu fallen. Chambers, erster Mann seit Mitte der neunziger Jahre, revitalisierte das Unternehmen mit der Cisco-2.0-Strategie: Er setzte auf die damals neue Technik, über das Internet zu telefonieren. Inzwischen ist Cisco Marktführer, was Infrastruktur für diese sogenannte IP-Telefonie angeht. Nun will er dem Abschwung mit der Cisco- 3.0-Strategie trotzen: Im Fokus steht Video über das Netz. |
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