| Skype wird häuslich |
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Financial Times Deutschland / Donnerstag, 7. Januar 2010
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(Financial Times Deutschland) Skype hält Einzug ins Wohnzimmer: Der mit weit mehr als 500 Millionen Nutzern weltweit führende Internettelefonanbieter will künftig Videokonferenzen auf Fernsehern in hochauflösenden Bildern anbieten. LG und Panasonic werden dazu Skype auf ihren neuen Geräten vorinstallieren, kündigten die TV-Hersteller bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas an. "Nach der Installation von Skype auf Mobiltelefonen ist das der nächste große Schritt für uns", sagte Firmenchef Josh Silverman der FTD. Die Nutzer seien täglich auf drei Bildschirmen unterwegs - denen des Computers, des Handys und des Fernsehers. Skype decke nun alle Segmente ab. Mit der Installation von Skype auf Fernsehern macht sich das Unternehmen den Trend zu Videogesprächen zunutze und ermöglicht dadurch Kommunikation auf größeren Displays und in hochauflösenden Bildern. Der Anbieter kommt damit zwar mit seinen Bemühungen voran, sich in der Unterhaltungselektronik zu etablieren. Allerdings darf die Firma nicht mit konjunkturellem Rückenwind rechnen: Der Branchenverband Consumer Electronics Association rechnet für das laufende Jahr mit einem weltweit stagnierenden Geschäft. Zudem seien die Boom-Jahre der LCD-Fernseher in ausgereiften Märkten wie Nordamerika und Westeuropa vorbei. Skype kämpft parallel an zwei Fronten: Zum einen erweisen sich die Verhandlungen mit Mobilfunkbetreibern, Skype auf Handys zu erlauben, als überaus zäh. Im größten Wachstumsmarkt China hat der Telefonieanbieter bislang noch keinen der drei großen Mobilfunker für seine Dienste erweichen können. Die Netzbetreiber fürchten einen Siegeszug der Webtelefonate auch im Mobilfunk und für sich selbst Umsatzverluste. Anbieter wie Skype erlauben kostenfreie Telefonate ihrer Nutzer untereinander. In Deutschland etwa hat sich bislang lediglich O2 mit Skype geeinigt. |
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