| WebEx: Sicher wie die Bank von England |
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WebEx / Donnerstag, 11. Dezember 2008
Peer Stemmler (WebEx) Bankraub, sagte der berühmte Dramatiker Berthold Brecht einmal, ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis würden eine Bank gründen. Egal, wie man dazu steht: Profis müssen Banker tatsächlich sein. Sie tragen nicht nur die Verantwortung für die Wertanlagen ihrer Kunden, sondern müssen auch noch für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Kreditinstituts auf dem Markt sorgen. Entscheidend sind dabei vor allem schnelle und effiziente Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse auf allen Ebenen, und die setzen eine effektive Kommunikation voraus. Unterstützung dabei versprechen neue Internet-Technologien wie Webkonferenzen, mit denen Finanzmanager Meetings via Internet abhalten können. Der Vorteil dabei: Da sich solche Online-Meetings auch ad-hoc ansetzen lassen, verkürzen sich die Entscheidungsprozesse. Bei Kundenberatungen etwa lassen sich wenn nötig Experten für individuelle Kundenanfragen schnell und unkompliziert zu einer laufenden Session hinzuschalten. Darüber hinaus können Banken Webkonferenzen für Internet-basierende Beratungen und kostengünstige Live-Online-Schulungen der Mitarbeiter einsetzen. Webkonferenzen sind also eine gute Alternative zu Meetings, die nicht unbedingt face-to-face stattfinden müssen. So sinken auch die Reisekosten drastisch.
Banken noch zurückhaltend bei Webkonferenzen Zum Onlinetreffen gelangen Anwender dann mit wenigen Mausklicks direkt aus ihrem Mail-Programm. Anschließend können beliebig viele Teilnehmer beliebig vieler Banken gemeinsam an Anwendungen arbeiten, Projekte besprechen oder Präsentationen abhalten. Die Sprachkommunikation läuft parallel über eine Telefon-Konferenzschaltung. Um die Interaktivität zu steigern, können Anwender auch Webcams einsetzen. Damit sind sie in der Lage, sich in der Konferenz zu sehen.
Sicher ist sicher Anders sieht es dagegen bei Webkonferenz-Lösungen aus, bei denen die Daten nicht auf einem Server gespeichert werden: Daten werden vielmehr in Echtzeit zwischen den PCs der Teilnehmer ausgetauscht, vergleichbar der Sprachübermittlung beim Telefonieren. Bei solchen Online-Meetings fungiert der PC gewissermaßen als Aktenkoffer: der Gastgeber schaltet einfach seinen Arbeitsplatz frei, und alle Teilnehmer können ihm folgen und mit ihm arbeiten. Unerwünschte Zaungäste kann der Host aus dem Meeting entfernen, sofern sie sich überhaupt einhacken können. Für die nötige Sicherheit sorgen auch Standards wie Advanced Encryption Standard (AES), 128 Bit und SSL (Secure Socket Layer), über die Meeting-Inhalte verschlüsselt werden. Diese Verfahren werden weltweit beim Online-Banking verwendet und gelten als sehr sicher. Finanzinstitute, die ganz sicher gehen wollen, sollten auch auf entsprechende Siegel achten. Zu den wichtigsten zählt die so genannte WebTrust-Zertifizierung des American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) und des Canadian Institute of Chartered Accountants (CICA). Um das WebTrust-Zertifikat zu erhalten, müssen Webkonferenz-Lösungen bestimmte Richtlinien bei der Übertragung von Daten via Internet und E-Commerce erfüllen. Die Berechtigung für WebTrust wird jedes Jahr aufs Neue überprüft. Mit dem SAS-70 Type II-Audit (Statement on Auditing Standards) überprüft die AICPA zudem regelmäßig, ob Kundendaten angemessen und vertraulich behandelt werden.
Online-Banken als Vorreiter Über Programmierschnittstellen (APIs) lassen sich Webkonferenzen zudem systematisch mit anderen wichtigen bankeigenen IT-Systemen verknüpfen. Dadurch sind Banken beispielsweise in der Lage, die während einer Online-Session besprochenen Inhalte direkt in die CRM-Datenbank zu übertragen, so dass etwa der Vertrieb entsprechend reagieren und die die passende Finanzdienstleistungen anbieten kann. Das wiederum zeichnet die Profis gegenüber den Dilettanten aus. |
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