Tableau, Mapbox, Exasol und Alteryx stellen Technologieleistungen mit einem gemeinsamen Budget von 4,3 Millionen Dollar für den Kampf gegen Malaria bereit. Damit sollen Regierungen bei der Eliminierung von Malaria in bis zu sechs Subsahara-Staaten unterstützt werden.

Die Fördermittel sind bestimmt für die Organisation PATH, die sich global für eine gerechte Gesundheitsförderung einsetzt. Die Förderung schließt an die erfolgreiche Unterstützung der Visualize No Malaria Initiative an und wurde im Rahmen des Welt-Malaria-Tag-Events in Paris angekündigt. Die Veranstaltung wird von der französischen Regierung und der Stadt Paris in Kooperation mit der RBM Partnership to End Malaria ausgerichtet.

Mit der Förderung wird PATH nationale Regierungen und regionale Organisationen in bis zu sechs Subsahara-Staaten bei der Verwendung von Echtzeitdaten und Analysen im Kampf gegen Malaria unterstützen. Die datengestützten Erkenntnisse ermöglichen es den Verantwortlichen vor Ort, möglichst schnell zu bestimmen, wo und wie Ressourcen zur Bekämpfung und Eindämmung der Krankheit – z.B. Moskitonetze und Medikamente – eingesetzt werden können.

Die Investitionen sollen zudem für Trainings von Gesundheitspersonal und Beamten vor Ort eingesetzt werden, um sie im Umgang mit Datenanalysen zu schulen und ihnen den Mehrwert von Echtzeitdaten im Kampf gegen Malaria näher zu bringen.

Das Technologie-Projekt Visualize No Malaria, das ursprünglich 2015 als Zusammenarbeit zwischen PATH, der Tableau Foundation und dem sambischen Gesundheitsministerium ins Leben gerufen wurde, ermöglicht nationalen und regionalen Gesundheitsbehörden sowie Tausenden Gesundheitsbeamten den Zugang zu Echtzeitdaten über aktuelle Malaria-Erkrankungen.

Durch eine effiziente Datennutzung in Kombination mit Maßnahmen zur Malariakontrolle, konnte die sambische Regierung die Krankheit bereits drastisch eindämmen: Bei einer Bevölkerung von 1,8 Millionen Menschen in der südlichen Provinz des Landes sank die Zahl der gemeldeten Malariafälle um 85 Prozent und die Zahl der durch Malaria verursachten Todesfälle um 92 Prozent.

Die Zeit, die benötigt wird, um Daten von Krankheitsfällen zu analysieren und zu verstehen, konnte von mehreren Monaten auf nur wenige Stunden verkürzt werden. Verantwortliche können so schneller entscheiden, welche Maßnahmen idealerweise ergriffen werden – von der Verabreichung von Medikamenten, über Anti-Moskito-Sprays bis hin zu Moskitonetzen und anderen bewährten Methoden – um auf Krankheitsfälle zu reagieren und Neuerkrankungen zu vermeiden.

In Gebieten mit geringerer Belastung hat sich dieser Ansatz als kostengünstige Methode zur Bekämpfung von Malaria erwiesen. In Gebieten mit einer hohen Belastung kann die Methode einen wichtigen Beitrag zum merklichen Rückgang der Krankheit leisten.

Die Methoden und Tools der Visualize No Malaria Initiative werden derzeit im Senegal repliziert. Das Land konnte in nur zwei Jahren einen ähnlich starken Rückgang der gemeldeten Malariafälle um 60 Prozent bei einer Bevölkerung im Norden des Senegals von 1,8 Millionen Menschen verzeichnen. Die Initiative soll im Rahmen des neuen Engagements der Partner im Senegal und in den Nachbarländern ausgeweitet werden.

2017 traten weltweit schätzungsweise 219 Millionen Malariafälle auf, was zu schätzungsweise 435.000 Todesfällen führte, die überwiegende Mehrheit davon in den Subsahara-Regionen Afrikas, auf die sich die Visualize No Malaria Aktivitäten konzentrieren. 61 Prozent dieser Todesfälle ereigneten sich bei Kindern unter fünf Jahren. Mit dem erneuerten Engagement der Partner will PATH daran arbeiten, weitere 2,5 Millionen Dollar an Finanzmitteln durch seine Länder- und Agenturpartner zu aktivieren.

Mit diesen gemeinsamen Mitteln will die Visualize No Malaria Initiative:

  • In ganz Sambia und vor allem den vier verbleibenden Provinzen wachsen, um die Gesamtbevölkerung des Landes von rund 17 Millionen Menschen zu versorgen.
  • Die Arbeit und Beziehungen mit dem Senegal und Gambia ausbauen, um die Tools und Schulungen auf Westafrika auszuweiten.
  • Die Aktivitäten auf drei weitere Länder der Elimination 8 Initiative im südlichen Afrika ausweiten, sodass diese Länder an einem interoperablen regionalen Seuchenüberwachungssystem zusammenarbeiten können.


Nach der Zusage von 100 Millionen Dollar für die Tableau Foundation, die der Tableau-CEO Adam Selipsky auf der Tableau-Konferenz 2018 angekündigt hatte, ist dies die zweite große Förderung für die Tableau Foundation und die erste im globalen Gesundheitsbereich. Sie würdigt zudem die im März 2018 auf dem Treffen der Regierungschefs des Commonwealth eingegangene Verpflichtung, die Initiative Visualize No Malaria auf die Subsahara-Staaten Afrikas auszuweiten.

Im Rahmen des Alteryx for Good Programms steuert Alteryx die Data Science und Analytics Engine bei sowie Schulungen vor Ort in Afrika. Damit sind räumliche Analysen, benutzerdefinierte Makros, Datenvalidierung und -bereinigung möglich sowie wiederholbare Arbeitsabläufe.

Die Workflows der Alteryx-Plattform, die für Visualize No Malaria entwickelt wurden, laufen 0,6 Sekunden, analysieren Dutzende von Millionen Datensätzen und produzieren mehrere Ergebnisse, mit denen verschiedene analytische Fragen beantwortet werden können.

Die In-Memory-Analysedatenbank von Exasol komprimiert riesige Datenmengen und stellt sie schnell in ressourcenschonenden, bandbreitenschonenden Umgebungen bereit. Um interaktive Karten in den Visualize No Malaria Dashboards zu erstellen, betreibt Mapbox Mapping-Tools und Geodaten, die mit anderen Datensätzen kombiniert werden können. Zudem stellt Mapbox technischen Remote- und vor Ort-Support und Schulungen zur Verfügung und testet neue Offline-Mapping-Tools. 

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