Messebesucher:innen mussten vor der Krise nur selten Ihre persönlichen Daten preisgeben. Mit der Digitalisierung der Eventbranche werden immer mehr Daten gesammelt. Wie Eventplattformen diese Daten verwenden können, erklärt Baptiste Boulard, Mitbegründer der Eventplattform Swapcard, die mit Künstlicher Intelligenz versucht, virtuelle Veranstaltungen zu echten Erlebnissen zu machen.

Die Eventindustrie hat sich lange Zeit der Digitalisierung entzogen, musste sich aber im letzten Jahr dieser Herausforderung stellen. Bei klassischen Events standen den Veranstaltern nur geographische Daten durch die Einschreibung zur Verfügung. Nun werden immer mehr Daten in der Veranstaltungsbranche gesammelt.

Gesamte Inhalte virtueller Veranstaltungen sind digitalisiert, Happenings finden online statt. Dadurch erhalten die Veranstalter.innen eine Vielzahl von Informationen über die Bedürfnisse, Interessen und das Konsumverhalten der Teilnehmer.innen. Diese Daten sind wahres Gold für die Organisatoren.innen und Aussteller.innen auf virtuellen Veranstaltungen.

Wie können Eventplattformen Daten strukturieren, verwerten und von ihnen lernen?
Der US-amerikanischer Ökonom Peter Drucker hat festgestellt : “You can’t manage what you can’t measure.“ Nach diesem Prinzip gehen die Organisatoren.innen vor. Diese verwenden die von Eventplattformen gesammelten Daten oft, um ihren Kundenservice zu verbessern und mehr Gewinne zu erzielen. Eine Herausforderung wird der Weg zurück zu realen Veranstaltungen sein. Es geht darum, auch nach der Krise die neuen Möglichkeiten zu nutzen.

Sogenannte Smart Events werden ein digitales Kennenlernen vor der Veranstaltung anbieten. Durch Matchmaking Funktionen können sich die Besucher.innen vor der eigentlichen Veranstaltung über das Angebot der Messe austauschen und die Gelegenheit nutzen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Diese hybriden Veranstaltungen vereinigen das Beste von virtuellen und realen Events.

Wie verwendet Swapcard die Daten der Besucher.innen
Für die Datenanalyse verwendet die Eventplattform Swapcard Künstliche Intelligenz, die die Profil- und Verhaltensdaten analysiert, um besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer.innen eines Events einzugehen und deren Erwartungen zu erfüllen. Vor der eigentlichen Veranstaltung haben die Besucher.innen die Möglichkeit, sich Informationen auf Informationsplattformen zu beschaffen.

Diese haben ähnliche Funktionen wie soziale Medien. Inhalt wird auf der Plattform bereitgestellt, der geteilt, kommentiert und geliked werden kann. In dieser Vorphase können sich die Teilnehmer.innen bereits austauschen und neue für sie interessante Kontakte knüpfen. Während der Veranstaltung können sie sich im virtuellen Raum frei bewegen, das heißt zum Beispiel von einer Debatte zur anderen switchen.

Wer tut was? Wer sieht sich welchen Livestream an ? Wie lange? Wer spricht mit wem? Wonach suchen die Besucher.innen ?
Die Informationen der Berufsprofile und ihr Verhalten im virtuellen Raum wird ähnlich wie bei anderen sozialen Medien dafür genutzt, passende Vorschläge zu machen und Matchmaking anzubieten, also kompatible Kontakte vorzuschlagen.

Je mehr Daten analysiert werden, desto effektiver wird der verwendete Algorithmus und desto passender werden die Vorschläge. Diese Datenanalyse und -verwendung ähnelt der von Netflix. So schafft es Swapcard gezielter auf die Interessen und Wünsche der Besucher.innen und der Aussteller.innen einzugehen und Ihnen jederzeit interessante Informationen bereitzustellen.

Anstatt die Besucher nach der Veranstaltung zu befragen wie das Event gefallen hat - oft geht dieser Fragebogen nach der Veranstaltung unter - werden ihnen diese Informationen in Echtzeit schon vor und während des Events abgefragt. Nach der Auswertung all dieser Daten kann das zukünftige Programm an die Bedürfnisse angepasst werden und die nächste Veranstaltung findet in dieser verbesserten Version statt.

Wie werden Daten geschützt?
Eine der wichtigen Fragen des digitalen Zeitalters ist die des Schutzes persönlicher Daten vor Missbrauch. Da geht es einerseits um Cyber Security vor externen Angriffen. Um den Attacken möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, benutzt Swapcard zertifizierte Cloudsysteme und setzt Cyber Security Programme ein.

Besonders bei großen Konferenzen zu sensiblen Themen wie Sicherheit und Verteidigung ist ein exzellenter Schutz vor Cyberattacken unabdingbar. Andererseits, geht es um den internen Umgang mit Daten. Die Daten von Swapcard werden im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung anonymisiert verwendet. Die Daten werden nicht an dritte Personen weitergegeben.

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