Publicis Sapient veröffentlicht mit dem „Guide to Next 2026“ (G2N) eine umfassende Analyse zu den kritischen Business-Transformationen des kommenden Jahres. Der Strategiereport befasst sich mit den Spannungsfeldern, mit denen sich jede Führungskraft auseinandersetzen muss, um in einem Zeitalter immer intelligenterer Systeme und zunehmender Gleichförmigkeit erfolgreich zu sein.
Für den „Guide to Next 2026” wurden weltweit 540 Führungskräfte zu den Themen KI-Readiness und Transformationsherausforderungen befragt. Untersucht wurden die Märkte der USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Australien, China und Italien. Der Branchenfokus der Erhebung lag auf den Bereichen Automobil, Handel, Konsumgüter, Medien und Telekommunikation. Die Studie deckt eine dramatische Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf.
- Die Ambition:
- 99% der Automotive-Leader halten In-Car-KI für „extrem oder sehr wichtig“.
- 90% der Retail-Führungskräfte stufen KI als strategische Priorität ein.
- 78% der Retailer sind überzeugt, ihre KI sei differenzierend.
- 60% der Media-Werbeausgaben werden bereits durch KI-Algorithmen optimiert.
- 99% der Automotive-Leader halten In-Car-KI für „extrem oder sehr wichtig“.
- Die Realität:
- Nur 30-40% der KI-Use-Cases im Retail-Bereich sind unternehmensweit skaliert.
- Nur 13% der Konsumgüterhersteller haben eine vollständig einheitliche KI-Strategie.
- 43% der Automobilhersteller nennen fehlende Software/KI-Skills als zentrale Barriere.
- Nur 31% der Konsumgüterhersteller sagen, ihre eigenen Inhalte erscheinen zuerst bei KI-Anfragen.
- Nur 30-40% der KI-Use-Cases im Retail-Bereich sind unternehmensweit skaliert.
Universelle Transformationshürden
1. Datenqualität als Achillesferse
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- 61% der Telekommunikationsunternehmen sagen, dass technische Datenaltlasten die CX-Innovation erheblich verzögern.
- Nur 36% der Konsumgüterfirmen haben vollständig KI-bereite Produktdaten.
- 41% der Retailer nennen Datenintegration als Herausforderung.
- 40% der Medienunternehmen sehen Legacy-Integrationsprobleme als Hindernis.
- 61% der Telekommunikationsunternehmen sagen, dass technische Datenaltlasten die CX-Innovation erheblich verzögern.
2. Akuter Talentmangel
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- Wie OEMs nennen auch 43% der Konsumgüterhersteller Talent als Top-Barriere.
- 41% der Medienunternehmen berichten von Kompetenzlücken.
- 36% der Retailer kämpfen mit Talentlücken.
- Nur ~31% der Telekommunikationsunternehmen attestieren sich starke KI-Fähigkeiten.
- Wie OEMs nennen auch 43% der Konsumgüterhersteller Talent als Top-Barriere.
3. Compliance als Hürde
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- 52% der Medienunternehmen sehen Privacy als großes Hindernis.
- 47% der OEMs nennen regulatorische Hürden als Blocker für Kooperationen.
- 42% der Automobilhersteller nennen Datenschutz als Hindernis für datenbasierte Services.
- 40%+ der CPG-Unternehmen sehen Daten-/regulatorische Themen als Barriere.
- 52% der Medienunternehmen sehen Privacy als großes Hindernis.
4. Markenidentität geht verloren
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- Nur 48% der Einzelhändler sagen, dass KI-Initiativen die Marke konsistent widerspiegeln
- 44% der Retailer messen die Markendifferenzierung als KPI in den meisten KI-Projekten (56% tun es also nicht oder nur selten)
- Nur 39% der Konsumgüterhersteller haben ein dediziertes Team für die KI-gestützte Produktdarstellung.
- Nur 31 % der CPG-Unternehmen sagen, dass ihre eigenen Inhalte als erste bei KI-Anfragen erscheinen
- Nur 48% der Einzelhändler sagen, dass KI-Initiativen die Marke konsistent widerspiegeln
„Status-Quo-Strategien haben ausgedient. Die nächsten 24 Monate entscheiden, wer in der KI-Ära führt und wer zur Commodity wird. Unsere Studie zeigt die brutale Wahrheit: Hohe Ambitionen treffen auf schwache Exekution. Jetzt braucht es radikale Transformation und mutiges Leadership", so Matthias Schmidt-Pfitzer, Managing Director DACH bei Publicis Sapient.