Angesichts der bevorstehenden regulatorischen Neuausrichtung durch das eIDAS 2.0-Rahmenwerk und die AMLR-Verordnungen für europäische Unternehmen gibt Signicat heute die Integration der ID Austria in seinen umfassenden eID and Wallet Hub bekannt. Diese Erweiterung ermöglicht es europäischen Unternehmen, die Identität von über 4,8 Millionen österreichischen Nutzern.
Von Allard Keuter, Head of Authentication & Wallets bei Signicat.
Durch die Integration können die Kunden von Signicat österreichischen Nutzern problemlos ein vertrauenswürdiges, staatlich ausgestelltes Verfahren zur Identitätsprüfung anbieten. Dies ist besonders kritisch für Unternehmen in regulierten Branchen wie Bankenwesen, Finanzen, Versicherungen und Telekommunikation, die sich in einem komplexen Umfeld lokaler und internationaler Compliance-Vorschriften bewegen müssen.
Entscheidend ist dabei, dass die Plattform nun alle wichtigen Verifizierungsmethoden unterstützt, die regulierte Unternehmen in der DACH-Region für das Onboarding österreichischer Kunden benötigen: von der ID Austria über die deutsche eID, NFC und Biometrie, VideoIdent, Micro-Payments bis hin zu Qualifizierten Elektronischen Signaturen (QES).
Durch die Kombination der ID Austria mit anderen Methoden zur Fernidentifizierung können Unternehmen sicherstellen, dass sie die Anforderungen von eIDAS, der kommenden Geldwäscheverordnung (AMLR) sowie dem lokalen Finanzmarkt-Geldwäschegesetz (FM-GWG) erfüllen.
Für grenzüberschreitend tätige Unternehmen, insbesondere in Deutschland, bietet die Möglichkeit, die ID Austria bereits jetzt zu integrieren und zu akzeptieren – ohne auf die vollständige Umsetzung der AMLR warten zu müssen – überzeugende und unmittelbare Vorteile. Unternehmen profitieren schon heute von deutlich geringeren Onboarding-Kosten, einer besseren User Experience und höheren Konversionsraten bei der Bedienung des österreichischen Marktes.
„Da eIDAS 2.0 und die Geldwäscheverordnung den Markt bis 2027 neu gestalten werden, müssen sich Unternehmen auf eine gemischte Umgebung einstellen“, sagt Allard Keuter, Head of Authentication & Wallets bei Signicat. „Für einige Jahre werden sie die nationalen eIDs unterstützen müssen, die Millionen von Menschen – wie in Österreich – heute nutzen und denen sie vertrauen. Gleichzeitig müssen sie sich jedoch auf die EUDI Wallet von morgen vorbereiten.“
„Wir schlagen faktisch die strategische Brücke, um diese spannende Entwicklung zu unterstützen. Der Wandel hin zu eIDs und den neuen EUDI Wallets bietet immense Chancen für grenzüberschreitende digitale Dienste. So kann beispielsweise ein FinTech in Deutschland nahtlos sowohl die kommende EUDI Wallet von deutschen Nutzern als auch die ID Austria seiner österreichischen Nutzerbasis akzeptieren und so ein kontinuierliches Onboarding gewährleisten.“
Angetrieben von einem beeindruckenden Wachstumskurs gilt Österreichs weithin akzeptierte digitale ID als Grundlage für die künftige EU Digital Identity Wallet des Landes. Die Plattform von Signicat, die mittlerweile über 35 nationale elektronische IDs anbindet und mehr als 500 Millionen Transaktionen pro Jahr verarbeitet, bietet eine einzige API zur Bewältigung dieser Komplexität.
Durch die Integration der ID Austria verschafft das Unternehmen Zugang zu einem großen Markt und bereitet seine Kunden auf die künftige österreichische EUDI Wallet vor. Diese Wallet wird durch die Aktualisierung der aktuellen ID Austria und der App „eAusweise“ mit der Open-Source-Wallet-Technologie Valera entstehen.
Diese Erweiterung festigt die Position von Signicat als robusteste Plattform für digitale Identitäten für Unternehmen, die in voller Übereinstimmung mit den sich entwickelnden Vorschriften europaweit skalieren wollen.