Als die Fitnessstudios aufgrund der Pandemie überall auf der Welt schließen mussten, schoss das Angebot an virtuellen Kursangeboten in die Höhe: Dank moderner Cloud-Lösungen können die Mitglieder sicher und mit dem gebotenen Abstand Sport treiben. Fitnessstudios berichten, dass neue Workout-Trends sogar zu einer höheren Nachfrage geführt und ihnen zu neuen Kunden fernab ihrer Standorte verholfen haben.

Im diesem Gastbeitrag beschreibt Michael Goldberg, Chefredakteur von Vonage, wie Fitness-Studios Yoga und Co von zu Hause aus möglich machen – vom Schulen der Trainer im Unterrichten von Online-Kursen bis zum Einsatz skalierbarer Kommunikations-APIs.

6:30 Uhr und im Haus herrscht absolute Stille. Meine Frau und die Kinder schlafen, aber ich bin hellwach und bereit, den Tag zu beginnen. Diese Momente des Alleinseins sind selten, deswegen versuche ich sie so gut wie möglich zu nutzen. Am liebsten starte ich mit Meditation, einem schnellen Spaziergang oder einem dringend benötigten Workout in den Tag.

Wie virtuelle Fitness-Trends kreative Arten des Sporttreibens ermöglichen
Bevor die weltweite Pandemie unseren gewohnten Tagesablauf veränderte, ging ich jeden Morgen ins Fitnessstudio. Neben Rentnern, die auf dem Laufband ein strammes Walking hinlegten, war das Studio nahezu leer und ich fühlte mich wie der besttrainierte Typ vor Ort. Ich heiße zwar Goldberg, bin aber keineswegs gebaut wie der frühere Profi-Wrestler Goldberg.

Doch Gewichtheben und andere Übungen verliehen mir immer das Gefühl übermenschlicher Stärke. Sport macht uns alle glücklicher und selbstbewusster. Aber als die Fitnessstudios überall auf der Welt schlossen, befürchteten Fitness-Fans, dass sie so schnell keinen Sport mehr machen würden. Zum Glück war dem nicht so.

Als sich unser Arbeits- und Privatleben in den virtuellen Raum verlagerte, fanden viele von ihnen neue, kreative Arten Sport zu treiben. Die virtuellen Fitness-Trends, die sich in den letzten Monaten entwickelten, eignen sich perfekt, um fit zu bleiben, doch sie sind nichts grundlegend Neues. In den 1980ern startete Jane Fonda mit ihren Video-Workouts eine Fitness- und Aerobic-Welle.

Männer, Frauen und Kinder konnten einfach eine Kassette in ihren Videorekorder schieben und Kalorien verbrennen. Aber eine Videoaufnahme kann nur begrenzt motivieren. Sportler im eigenen Wohnzimmer können problemlos die enthusiastischen Anweisungen von Richard Simmons ignorieren, einem weiteren Gesundheitsguru der 80er, und stattdessen einen Donut vertilgen, ohne dass sie sich seinen Zorn zuzogen.

Doch durch die heutige Echtzeit-Technologie können sie den wachsamen Blicken des Online-Trainers nicht mehr entkommen. Das alles wäre nicht möglich ohne Cloud-Lösungen. Sie erlauben es Fitness-Verrückten und Gelegenheitssportlern fit zu werden und zu bleiben, egal wo sie sich befinden.

Gemeinsam cyceln, live und zu Hause
Bereits lange bevor der Begriff „soziale Distanz“ in unseren Wortschatz Einzug hielt, bot Peloton virtuelle Fitness-Kurse an, an denen die Nutzer nach eigenem Zeitplan und mit ihren eigenen Bikes, Laufbändern oder einfacherer Ausrüstung teilnehmen konnten. Als die meisten Angestellten ins Homeoffice geschickt wurden, explodierten die Nutzerzahlen.

Laut TIME Magazine absolvierten am 25. März 2020 über eine Million Menschen ein Peloton-Workout. Im darauffolgenden Monat kam Pelotons neuer Kurs „Live from Home“ auf über 23.000 Teilnehmer und stellte damit einen neuen Rekord bei seinen Live-Kursen auf.

Wie schaffte es Peloton, seine Mitglieder so erfolgreich zu motivieren, gerade in einer Zeit, in der andere Fitness-Anbieter geschlossen hatten? Dank Cloud-Lösungen konnte das Unternehmen ein intensives, interaktives Erlebnis anbieten, das den Mitgliedern nicht nur die Gelegenheit gab, Sport zu treiben, sondern auch Teil einer lebhaften Fitness-Gemeinde zu werden.

Am beliebtesten sind zwar die Live-Video-Kurse von Cycling bis Meditation, von denen es Tausende gibt, doch Peloton-Mitglieder können sich zusätzlich der Herausforderung stellen, gezielte Trainingsprogramme und spezielle Fitness-Ziele zu verfolgen. Und noch besser: Sie müssen es nicht alleine tun. Über soziale Vernetzung können Mitglieder einander finden und folgen, sich gegenseitig unterstützen und motivieren.

Doch Peloton ist nicht der einzige Anbieter.
Yogala, das erste interaktive Online-Yogastudio der Welt, bietet seinen Mitgliedern eine unglaubliche Flexibilität und Auswahl an Yoga-Erlebnissen. Praktizierende aller Stufen und jeden Alters können jederzeit Live-Kurse von hochrangigen Yogis überall auf dem Globus absolvieren.

Wenn sie ihre Kamera aktivieren, erhalten sie bei Bedarf persönliche Unterstützung bei ihren Yoga-Posen, wie es auch in einem Studio der Fall wäre. Im Angebot enthalten sind auch geführte Meditationen und alle Kurse können später wiederholt werden.

Diese Flexibilität ist besonders wertvoll in Zeiten, in denen Menschen zu Hause sowohl ihrer Arbeit als auch ihrer Familie gerecht werden müssen und sich nicht nach einem festgelegten Kursplan richten können. Auch Kinder können teilnehmen - so wird der Yogakurs zu einer sinnvollen Familienaktivität.

Dank der Effizienz von Cloud-Video-Lösungen, in die Yogala investiert hat, können Abonnenten über ihr jeweiliges Endgerät alle Kurse für weniger Geld buchen als einen einzelnen Kurs in einem realen Studio. Eine kostengünstige Alternative in einer Zeit, in der Gesundheit und Wohlergehen für jeden besonders wichtig sind.

Wie Kommunikations-APIs Fitness-Innovation ermöglichen
Kommunikations-APIs machen all diese spannenden Fitness-Innovationen erst möglich. Dank der Vonage Video API zum Beispiel können die Trainer von Yogala jedem Teilnehmer in Echtzeit Feedback geben und ihn motivieren, ohne dass sich die Teilnehmer gegenseitig sehen. So werden Ablenkungen verringert und jeder kann sich auf die Durchführung seiner Yoga-Posen konzentrieren.

Die erfolgreichsten virtuellen Fitness-Kurse verwenden Messaging APIs, um die Kommunikation zwischen den Mitgliedern zu ermöglichen. So rückt die Gemeinschaft im virtuellen Raum näher zusammen, ob durch persönliche Berichte unter der Verwendung von Hashtags oder das Finden von Kurskollegen, um ihnen zu folgen und sie zu unterstützen.

Payment APIs ermöglichen es den Mitgliedern sofort zu bezahlen und ihre Ausgaben über ihr bevorzugtes Endgerät zu verwalten – sei es ein Smartphone, eine Smartwatch, ein Tablet oder ein Smart-TV. All diese APIs sind flexibel und skalierbar und helfen Unternehmen, ihre Services und Angebote in einem virtuellen Umfeld anzubieten.

Tipps für die Stärkung Ihres virtuellen Fußabdrucks
Wenn Ihr Unternehmen virtuelle Fitness-Kurse anbieten möchte, damit seine Mitglieder sicher und mit dem gebotenen Abstand Sport treiben können, hier ein paar Tipps:

  1. Bilden Sie Ihre Trainer angemessen aus und stellen Sie ihnen die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung. Nicht alle Trainer haben Erfahrung im Unterrichten von Online-Kursen, sie müssen also möglicherweise mit dem Bedienen von Videokonferenz-Software, dem Einrichten der korrekten Beleuchtung und des richtigen Bildausschnitts vertraut gemacht werden, damit die Teilnehmer ihren Anweisungen besser folgen können.

  2. Virtuelle Kurse können Sie sowohl national als auch international anbieten. Viele Personal Trainer und Besitzer von Fitnessstudios berichten, dass neue Workout-Trends zu einer höheren Nachfrage geführt und ihnen zu neuen Kunden fernab ihrer Standorte verholfen haben. Deswegen sollten Sie darüber nachdenken, welche neue Klientel Sie bedienen können, bei der es ohne ein virtuelles Angebot nicht möglich wäre.

  3. Entscheiden Sie sich für Cloud-Lösungen, die flexibel und skalierbar sind. Einige Fitness-Trainer mussten ihre Kurse schnell ausbauen und in neue Technologien investieren, um der erhöhten Nachfrage bei ihren virtuellen Fitness-Kursen gerecht zu werden. Deswegen ist es ratsam, Cloud-Lösungen zu wählen, die mit Ihrem Unternehmen wachsen können.

Die neuen Fitness-Trends werden bleiben
Virtuelle Fitness-Trends werden wohl nicht so schnell an Attraktivität verlieren. Wahrscheinlich ist es sogar erst der Anfang. Laut New York Times hat das auf die Fitness-Industrie spezialisierte Marktforschungsunternehmen ClubIntel in einer Studie herausgefunden, dass 74 Prozent der Studios bis zur dritten Aprilwoche On-Demand- und Live-Kurse für Gruppen anboten.

Wenn man bedenkt, dass bis letzten Oktober nur fünf Prozent aller Studios virtuelle Fitness-Kurse im Programm hatten, ist das ein rasanter Anstieg in sehr kurzer Zeit. Was auch immer die Zukunft bringt, eines ist klar: Virtuelle Fitness-Trends werden bleiben. Ich persönlich genieße es, meinen Tag mit einem Workout zu beginnen, das ich zu Hause in meinem Keller machen kann.

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