Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit – nicht nur bei seriösen Investoren, sondern auch bei Cyberkriminellen. Akamai hat neue Techniken entwickelt, um illegale Krypto-Mining-Botnets effektiv zu bekämpfen, indem kritische Komponenten wie Mining-Proxies blockiert werden. Diese Methode zwingt Cyberkriminelle, ihre Infrastruktur grundlegend zu ändern oder ihre Kampagnen ganz aufzugeben.
Wenn eine bösartige Krypto-Mining-Operation entdeckt wird, gibt es derzeit zwei Möglichkeiten, um sie zu beenden:
- Den Pool-Dienst darum bitten, das Angreifer-Konto zu sperren.
- Andere Dienste in der Infrastruktur des Angreifers auszuschalten, um die Kampagne zu stören.
Das Problem bei diesen Optionen ist, dass sie von Dritten abhängig sind. Das bedeutet, dass sie sehr komplex werden und viel Zeit in Anspruch nehmen können.
Akamai setzt auf neue Ansätze gegen Krypto-Miner-Botnets
Akamai hat eine neue Möglichkeit gefunden: Techniken, die auf der Ausnutzung von Mining-Topologien und Pool-Richtlinien basieren. So ist es möglich, die Effektivität eines Krypto-Miner-Botnets so weit zu reduzieren, dass es komplett stillgelegt wird.
Dadurch wird der Angreifer gezwungen, seine Infrastruktur radikal zu verändern oder sogar die gesamte Kampagne aufzugeben. Das Ziel ist, die Stratum-Kommunikation so auszunutzen, dass kritische Komponenten wie Proxies oder Wallets gesperrt werden können, die mit den Konten der illegalen Mining-Operation in Verbindung stehen.
Akamai nahm eine bösartige Krypto-Mining-Operation ins Visier, die bereits seit sechs Jahren aktiv war. Durch das Sperren des Mining-Proxys des Angreifers – einem zentralen Schwachpunkt in der Mining-Topologie – konnte Akamai die Hashrate von 3,3 Millionen Hashes pro Sekunde bis auf Null reduzieren.
So einfach wie die Angreifer Geld verdient haben, konnten die Sicherheitsexperten das potenzielle Jahreseinkommen des Angreifers innerhalb von Sekunden minimieren. Der Krypto-Miner-Betreiber verlor seine jährliche Cash Cow im Wert von 26.000 US-Dollar durch die nun eingebrochene Hashrate.