Unternehmen stehen bei der Einführung neuer Sicherheitstechnologien oft vor komplexen Aufgaben – insbesondere, wenn Cloud-Modelle und verteilte Infrastrukturen ins Spiel kommen. Doch angesichts der wachsenden Zahl von Cyberangriffen führt an der Implementierung eines Cloud-basierten Sicherheitsframeworks wie dem Security Service Edge (SSE) kein Weg vorbei.

Open Systems hat die vier größten Herausforderungen evaluiert und zeigt, wie Unternehmen sie erfolgreich meistern können.

1. Die Migrationskomplexität
Einer der größten Pain Points bei der Einführung von SSE-Komponenten wie Secure Web Gateway (SWG), Zero Trust Network Access (ZTNA), Cloud Access Security Broker (CASB) und Firewall-as-a-Service (FWaaS) ist die hohe Komplexität. All diese Technologien greifen tief in bestehende IT-, Netzwerk- und Sicherheitsinfrastrukturen ein.

Da SSE-Komponenten entweder alte Systeme ersetzen oder in sie integriert werden müssen, haben Unternehmen einige Herausforderungen zu meistern. Sie müssen ihre Zugriffs- und Identitätsmodelle auf Stand bringen, ihre Richtlinien vereinheitlichen und die Datenflüsse anpassen oder gar vollständig neu konzipieren.

Zudem erfordert die Einbindung von Cloud- und SaaS-Anwendungen ein hohes Maß an technischer Abstimmung, insbesondere hinsichtlich Performance, Datenschutz und Governance. Unterschiedliche Anbieterarchitekturen, Schnittstellen und Betriebsmodelle erhöhen den Integrationsaufwand zusätzlich.

Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen Technologien, sondern in der ganzheitlichen Orchestrierung dieser Dienste zu einer stabilen, performanten und einheitlich verwaltbaren Sicherheitsplattform.

2. Die fragmentierte Sicherheitslandschaft
Ein weiterer Pain Point für Unternehmen hängt unauflöslich mit dem oft leider noch verfolgten „Best-of-Breed“-Ansatz zusammen: der Wille ist da, die vermeintlich leistungsstärkste und funktionsreichste Einzellösung für jede SSE-Komponente zu finden.

Die fragmentierte Einführung von SSE in Form von Einzelprodukten statt als integrierte SSE-Plattform führt automatisch zu höherer Komplexität, inkonsistenter Sicherheit und einem unüberschaubaren Betriebsaufwand.

Jedes System bringt eigene Management-Oberflächen, Policy Engines, Logging-Mechanismen und Integrationsanforderungen mit sich, was unter anderem zu redundanten Konfigurationen und damit zu erheblichem Mehraufwand für die IT-Abteilung führt. Sicherheitsrichtlinien müssen die Verantwortlichen überdies mehrfach pflegen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Inkonsistenzen und Fehlkonfigurationen zunimmt.

Auch ein fragmentiertes Monitoring, das die Ursachenanalyse bei Sicherheits- oder Performanceproblemen erschwert, ist die Folge. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit ist der Ansatz ebenso ineffizient: Mehrere Verträge, Schnittstellen und Support-Kanäle erhöhen Kosten und mindern die Flexibilität. Eine einheitliche SSE-Plattform hingegen erlaubt zentralisiertes Policy-Management, konsistentes Monitoring und einen deutlich effizienteren Betrieb.

3. Das globale Rollout
Ein zusätzlicher Pain Point bei der Einführung von SSE betrifft vor allem international agierende Unternehmen. Unterschiedliche lokale Infrastrukturen, Rechenzentren und Internetanbindungen erschweren einheitliche Implementierungen.

Gleichzeitig erfordern regionale Compliance- und Datenschutzvorgaben wie die DSGVO Anpassungen und Policy-Abweichungen. Globale Nutzer können zudem unter Latenzproblemen leiden, wenn der Netzwerk-Traffic nicht optimal über verschiedene Points of Presence gesteuert wird.

Organisatorisch erschweren Zeitzonen, lokale IT-Teams und Schulungsbedarf das Rollout und das Change Management. Insgesamt erhöhen diese Faktoren die Kosten, den Betriebsaufwand sowie die Komplexität und erschweren die Umsetzung einer konsistenten, global skalierbaren SSE-Architektur.

4. Das Change Management
Neben der technologischen Herausforderung bedeutet die Einführung von SSE auch einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel. Mitarbeitende müssen sich an neue Zugriffsverfahren, Authentifizierungsprozesse und Sicherheitsrichtlinien gewöhnen, während IT-Teams neue Rollen, Tools und Verantwortlichkeiten übernehmen.

Ohne gezielte Kommunikation und Schulung führt der Umstieg häufig zu Unsicherheit, Widerstand und Fehlanwendungen. Besonders der Paradigmenwechsel hin zu Zero Trust erfordert ein neues Sicherheitsverständnis und den Abbau alter Denkmuster.

Erfolgreiches Change Management setzt daher auf frühzeitige Information, transparente Zielbilder, Pilotphasen und eine enge Einbindung aller Stakeholder. Nur wenn der Nutzen für Anwender, IT und Organisation klar vermittelt wird, lässt sich Akzeptanz schaffen und der Wandel nachhaltig verankern.

Die nachhaltigste und zugleich wirtschaftlichste Alternative zu isolierten Einzellösungen ist ein ganzheitlicher Ansatz: Secure Access Service Edge (SASE). Dieses Framework verbindet Cloud-basierte Netzwerkfunktionen mit einer integrierten Sicherheitsarchitektur (SSE) zu einer einzigen, konsistenten Plattform.

Besonders wirkungsvoll ist das Konzept in Form von Managed SASE: Dabei erhalten Unternehmen sämtliche Netzwerk- und Sicherheitstechnologien aus einer Hand – betrieben, überwacht und kontinuierlich optimiert durch einen erfahrenen Managed-Service-Partner. Das reduziert interne Aufwände, verbessert die Skalierbarkeit und sorgt für einen gleichbleibend hohen Sicherheitsstandard.

„Kein Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben möchte, kann SSE heute noch ignorieren“, betont Stefan Keller, Chief Product Officer bei Open Systems. „Ein sicherer und konsistenter Netzwerkbetrieb ist das Rückgrat jeder digitalen Organisation – und damit entscheidend für Stabilität, Effizienz und Wachstum.“

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