DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) entwickeln sich in puncto Komplexität, Häufigkeit und Umfang weiter. Lumen trackt und entschärft diese Threats - einschließlich der Botnet-Familien Gafgyt und Mirai - und hat hierzu kürzlich seinen DDoS-Bericht für das erste Quartal 2021 veröffentlicht. Der Bericht bietet einen Überblick über die DDoS-Landschaft und identifiziert aktuelle Trends.

Als Grundlage für den Bericht dienten dem Lumen Security Team die Informationen von Black Lotus Labs – der unternehmenseigenen Threat Research Unit – und Angriffstrends aus der Lumen DDoS-Mitigation-Service-Plattform, die Gegenmaßnahmen direkt in das umfangreiche, globale Netzwerk des Unternehmens einbettet.

„Unternehmen sind zur Einnahmengenerierung zunehmend auf Webanwendungen angewiesen und viele erkennen, dass sie es nicht länger riskieren können, auf grundlegende DDoS-Abwehrmaßnahmen zu verzichten. Die Informationen in diesem Bericht unterstreichen dies einmal mehr. „Während sich IoT-DDoS-Botnets kontinuierlich weiterentwickeln, konzentrieren wir uns bei Lumen darauf, unsere tiefen Einblicke zu nutzen, um schädliche Infrastrukturen zu identifizieren und zu zerschlagen“, so Mike Benjamin, Vice President of Security und Black Lotus Labs bei Lumen.

Zentrale Erkenntnisse:
Der DDoS-Bericht konzentriert sich auf die umfangreichsten Angriffe, die von der globalen DDoS-Scrubbing-Infrastruktur von Lumen gescrubbed wurden.

IoT-Botnets:

  • Angesichts von 700 aktiven Command-and-Control-Servern (C2s) und Angriffen auf insgesamt 28.000 verschiedene Opfer sind bekannte IoT-Botnets wie Gafgyt und Mirai nach wie vor ernsthafte DDoS-Bedrohungen.
  • Lumen trackte im ersten Quartal weltweit fast 3.000 DDoS-C2s. Die meisten wurden in Serbien (1.260) gehostet, gefolgt von den Vereinigten Staaten (380) und China (373).
  • Bei den aktivsten C2s weltweit verzeichneten die Vereinigten Staaten die meisten (163), gefolgt von den Niederlanden (73) und Deutschland (70).
  • Lumen trackte mehr als 160.000 globale DDoS-Botnet-Hosts. Mit fast 42.000 befanden sich die meisten davon in den Vereinigten Staaten.

DDoS-Angriffstrends:

  • Der umfangreichste von Lumen anhand der gescrubbten Bandbreite gemessene Angriff lag bei 268 Gbit/s; der umfangreichste Angriff, gemessen anhand der gescrubbten Packet Rate, lag bei 26 MPPS.
  • Der längste DDoS-Angriff, den Lumen für einen einzelnen Kunden entschärfte, dauerte fast zwei Wochen.
  • Multi-Vector-Mitigations machten 41 Prozent aller DDoS-Mitigations aus, wobei am häufigsten eine DNS-Query-Flood in Kombination mit einer TCP-SYN-Flood verwendet wurde.
  • Finanzwesen, Software und Technologie sowie Regierungseinrichtungen waren die Bereiche, die am stärksten von den 500 umfangreichsten Angriffen im ersten Quartal 2021 betroffen waren.

Tracking von UDP-Reflektoren (User Diagram Protocol):

  • Eines der wichtigsten Tools in den Händen von Cyberkriminellen, die die Bandbreite ihrer Angriffe erhöhen wollen, ist UDP-basierte Reflexion mit Hilfe von Services wie Memcached, CLDAP und DNS.
  • Bei diesem Prozess fälscht ein Angreifer eine Quell-IP und verwendet dann einen Proxy-Server – oder Reflektor –, um große Antwortpakete an die IP des Opfers zu senden.
  • Black Lotus Labs nutzt die über das umfangreiche globale Lumen Netzwerk möglichen tiefen Einblicke, um Services zu identifizieren, die potenziell für diese Art von Angriffen genutzt werden.
  • Basierend auf den Daten aus dem ersten Quartal 2021 sind Memcached, CLDAP und DNS laut Black Lotus Labs die Services, die aktuell aktiv genutzt werden.
  • Weitere Informationen zu UDP-Reflektoren finden Sie im neuesten Blogbeitrag von Black Lotus Labs: Tracking von UDP-Reflektoren für ein sichereres Internet.

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