Das SANS Institute veröffentlicht die Ergebnisse seiner Umfrage zur ICS-Sicherheit 2021. Die OT-Cybersicherheitslandschaft hat sich in den letzten zwei Jahren seit dem Erscheinen der letzten Studie erheblich verändert. Die Investitionen in die Sicherung unserer kritischen ICS/OT-Systeme haben deutlich zugenommen, aber in wichtigen Bereichen sind noch Fortschritte nötig.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen aus dieser Umfrage gehören:

  • Es gibt einen stetigen Zuwachs an Fachexperten mit Schwerpunkt ICS-Cybersicherheit.
  • Budgets für ICS-Cybersicherheitsmaßnahmen wurden angehoben.
  • Der Einfluss von Regulierungsvorschriften zur Förderung von Investitionen in die Cybersicherheit hat zugenommen.
  • Die Akzeptanz der Cloud ist deutlich gewachsen.
  • Ebenso ist die Akzeptanz des MITRE ATT&CK®-Frameworks für ICS gestiegen, obwohl dieses erst seit kurzem verfügbar wurde.
  • ICS-Monitoring-Technologien und Methoden für Threat Hunting werden eingeführt.
  • Unterstützung für Patch-Management und Schwachstellenbewertungsprozesse wird ausgebaut, allerdings nicht gleichmäßig angewandt.
  • Inventarisierung der Assets stellt für die meisten Unternehmen weiterhin eine Herausforderung dar. Tatsächlich verfügen nur 58,2 Prozent über einen formellen Prozess für das Asset Inventory.

15 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass sie im letzten Jahr einen Sicherheitsvorfall erlitten haben. Die Anzahl der Störfälle lag bei der Mehrheit unter 10, doch selbst bei dieser geringen Anzahl können sie sich als störend und geschäftsschädigend erweisen. 26 Prozent berichteten, dass mindestens 10 Prozent der Vorfälle den Betrieb von OT-Systemen beeinträchtigt haben.

Die folgenden drei Angriffsvektoren wurden besonders oft genannt:

  • Exploit von öffentlich zugänglichen Anwendungen
  • Geräte mit Internetzugang
  • Spear-Phishing-Angriffe

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass 18 Prozent der anfänglichen Vektoren die technische Workstation ausnutzen. Technische Arbeitsstationen sind ein wichtiges Feld bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen der Stufe 2 der ICS Cyber-Kill-Chain und könnten zu der hohen Anzahl von Vorfällen mit Auswirkungen auf ICS-Prozesse beigetragen haben.

Über die Umfrage:
Insgesamt nahmen 480 Experten aus aller Welt teil. Die Umfrage gibt ein ausgewogenes Bild der Branche wieder und erfasst die Antworten derjenigen, deren Hauptverantwortung im ICS-Betrieb oder in der IT/Business Enterprise liegt. Die meisten Umfrageteilnehmer verbringen den Großteil ihrer Zeit mit der ICS-Cybersicherheit.

Die Hälfte der Befragten (50 %) gibt an, dass sie 50 Prozent oder mehr ihrer Zeit für die ICS-Cybersicherheit aufwenden, im Gegensatz zur Umfrage von 2019, bei der 45 Prozent der Befragten angaben, dass sie mindestens 50 Prozent ihrer Zeit mit OT/ICS-Cybersicherheit verbringen. Im Jahr 2021 haben mehr als 50 Prozent der Befragten Aufgaben, bei denen der Schwerpunkt auf dem ICS-Betrieb liegt, entweder allein oder in Verbindung mit IT-/Business-Unternehmen.

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