Laut Statista nutzen als direkte Folge der weltweiten COVID-19-Pandemie 70% der Internet-Nutzer ihr Smartphone häufiger. Die deutlich angestiegene Bildschirmzeit lässt nicht nur gesundheitliche Bedenken – wie Nacken- oder Augenprobleme – aufkommen, sondern auch Fragen hinsichtlich der Sicherheit und Privatsphäre.

„Heutzutage nutzen wir Smartphones für all die Dinge, die wir am Computer tun würden – Video-Chat, Online-Shopping, Überweisungen, Versenden von Bildern, Unterzeichnen von Dokumenten und vieles mehr“, erläutert Daniel Markuson, ein Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.

„Dennoch sind sich viele Smartphone-Nutzer weiterhin nicht der Risiken mancher Aktivitäten bewusst, da unsere smarten Telefone keinen ausreichenden Schutz gegen Cyberkriminalität bieten.“

Der Experte weist auf sieben wesentliche Dinge hin, die dein Smartphone über dich weiß. Aber keine Panik – scrolle weiter runter und erfahre einfache Vorsichtsmaßnahmen, die du ergreifen kannst, um dein Gerät und die darauf befindlichen Informationen zu schützen.

Was weiß dein Smartphone über dich?

  • Standort: Verschiedene Apps wie Karten benötigen Zugriff auf den Ortungsdienst deines Smartphones, so dass sie jederzeit deinen Standort verfolgen.
  • Passwörter: Fast alle Apps auf einem Smartphone benötigen eine Registrierung, ganz abgesehen von den verschiedenen Online-Shops und Diensten, bei denen wir uns oft von unserem Mobilgerät aus einloggen.
  • Rechnungsdaten: Adresse und Kontaktinformationen, wenn du auf deinem Smartphone shoppst.
  • Gespräche: Virtuelle Assistenten wie Apples Siri, Amazons Alexa und Google Assistant können private Gespräche aufnehmen und diese Informationen sogar speichern.
  • Bewegungen: Dein Smartphone ist mit einem Beschleunigungsmesser und Gyroskop ausgestattet, welche deine Bewegung, Richtung und Winkeldrehung messen, um Gesundheits- und Sport-Apps ein sehr genaues Bild deiner Bewegungen zu liefern – wie Sitzen, Stehen, Gehen, Beugen, etc.
  • Physische Biometriedaten: Dein Smartphone erkennt dein Gesicht und deinen Fingerabdruck zur Identifizierung und Zugangskontrolle.
  • Alle wichtigen Informationen an Google: Der Tech-Gigant verwendet deine Suchanfragen und deinen Browserverlauf auf seinen Webseiten (wie YouTube), um mehr über deine demographischen Daten und persönlichen Interessen für Werbezwecke herauszufinden.
  • Foto-Metadaten: Ein Foto, das du jemandem von deinem Smartphone sendest oder online hochlädst, gibt Informationen über das Smartphone-Modell preis, sowie über den genauen Standort und die Zeit, an dem das Foto gemacht wurde.

Wie solltest du dein Smartphone schützen?
Auch wenn du dich angreifbar fühlst, weil dein Smartphone fast alles über dich weiß, gibt es ein paar einfache Schritte, die du unternehmen kannst, um deine Daten für den Fall zu sichern, dass das Gerät gehackt wird oder verloren geht.

Zunächst einmal kannst du sehr viel manuell einstellen. Apps fragen stets nach einer Erlaubnis, um auf deine Kontakte, Kamera, dein Mikrofon und deinen Standort zuzugreifen, obwohl manche davon diesen Zugriff gar nicht benötigen, um zu funktionieren. Genehmige diese Anfragen nicht einfach ungeprüft, so dass du Tracker eher davon abhalten kannst, deine privaten Informationen auszuspionieren.

Schalte Wi-Fi und Bluetooth auf deinem Gerät immer dann aus, wenn du es nicht benötigst. Dadurch hältst du dein Smartphone davon ab, nach möglichen Verbindungen zu suchen.

„Viele Smartphone-Nutzer, die sich mit einem öffentlichen WLAN-Netzwerke verbinden, wissen nicht, dass ihre sensiblen Daten abgefangen und gestohlen werden können“, sagt Daniel Markuson. „Eine gute Möglichkeit, sich vor den Risiken eines öffentlichen Netzwerkes zu schützen, ist die Nutzung eines VPN. Ein VPN verschlüsselt die Online-Daten und verbirgt sie vor jedem, der versucht, sie abzufangen.“

Aktiviere, wann immer möglich, zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für deine Online-Konten und Apps auf deinem Smartphone. Lade dir einen Passwort-Manager herunter, um individuelle Passwörter für verschiedene Logins zu erstellen und sie sicher in einem verschlüsselten Tresor zu speichern.

Hinsichtlich der Infos, die die Fotos auf deinem Smartphone beinhalten, kannst du das Geotagging in den Privatsphäre-Einstellungen deaktivieren. Und die beste Möglichkeit zum Schutz deiner privaten Schnappschüsse vor Hackern und Stalkern ist, sie in einer verschlüsselten Cloud wie NordLocker zu speichern. Falls etwas passiert, kann kein Außenstehender auf deine Fotos zugreifen, und du bekommst sie leicht zurück.

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